Schwarzach / Schwarzach bei Kulmbach / (Gemeinde Mainleus)

Schwarzach bei Kulmbach in Oberfranken


(Gemeinde Mainleus)


Umrahmt von Wiesen und Feldern liegt Schwarzach eingebettet zwischen den Hängen des Maintales.
Im Südwesten begrenzt die Bundesbahnlinie Hof - Lichtenfels und dahinter der Main den Ort. Der aufsteigende Waldhang mit Willmersreuth bildet hier die Horizontlinie.

Gegenüber im Nordosten, erhebt sich über Wernstein und Veitlahm der Patersberg in den Himmel. Er ist südlichster Ausläufer des Frankenwaldes.
Durch den Ort fließt, vom Kirchleuser Rain kommend, der Zentbach und mündet nach Schwarzach in den Main.
Die Nachbargemeinde Schmeilsdorf, mit Schwarzach seit langer Zeit schon zusammengewachsen, wurde am 1. April 1971 mit dem Ort verbunden. Die beiden Orte haben zusammen etwa 1000 Einwohner.
Am 1. Januar 1978 wurde Schwarzach in die Gemeinde Mainleus eingegliedert. Damit endete die Selbständigkeit von Schwarzach.


Der Ort gehört mit zu den ältesten im Umkreis. Bereits 1096 wird von einer Siedlung und einem "Bern von Suuarzaha" berichtet, also von einer Siedlung am schwarzen, fließenden Wasser. Der Bach und der Ort tragen in dieser frühesten bekannten Zeit den selben Namen.


1227, 1258 und 1300 wird in Urkunden über den Ort und die Kirche von Schwarzach berichtet. Die Kirche unterstand bis zur Reformationszeit dem Patronat der Zisterzienserabtei des Klosters Langheim. Aber man kann vermuten, daß auch in Schwarzach eine von Altenkunstadt abhängige Kapelle stand. In einer Notiz heißt es: "Schwarzach St. Johannis vor 1300 von Altenkunstadt getrennt". Weiter geht hervor, daß Schwarzach, lange vor Veitlahm, Pfarrei war.
In den Jahren 1610 bis 1612 errichtete man den heutigen Bau anstelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche. 1893/94 mußte der baufällige Turm erneuert werden, und im Zuge dieser Maßnahme erneuerte man auch gleich noch den Altar, die Kanzel und den Taufstein in Neugotischer Form.